Zum Sonntag

Zum 4.10.'26

Zum richtigen, echten, vollen Leben
brauchen wir mehr als Essen und Trinken
- wir brauchen die Luft zum Atmen,
auch im übertragenen Sinn:
Freiheit, zu sagen und und zu denken und zu lieben,
was und wen wir wollen; Toleranz und Respekt.
Jede(r) kann mal der Schwächere sein.
Demokratie ist für uns begrenzte Wesen
die beste, weil bescheidenste, aller Staatsformen:
Wir leben ja nicht im Himmel, sondern versuchen,
das Leben auf der Erde zu organisieren.
Dabei können Einzelne sich irren;
es ist einfach besser, wenn viele mitdenken.
Das Ergebnis mag nicht perfekt sein -
es ist das best Mögliche. Immerhin.
Was perfekt gewesen wäre,
wissen wir ja sowieso erst hinterher.

Guter Gott,
lass uns gelassen, geduldig und bescheiden
auf dem Weg in die Zukunft gehen;
und dabei nicht vergessen,
dass du an unserer Seite bist.

Gott segne uns, und er behüte uns.

 

Zum 20.9.26

Dank der Erntefeste
staunen wir jedenfalls einmal im Jahr,
wie gut wir es haben: Kühlschrank und Teller sind voll.
Danke, Gott! Und danke den Profis, die dafür arbeiten -
mit Risiko, ungewöhnlichen Arbeitszeiten
und meistens viel Idealismus.
Genau das ist nötig, um diese Erde so 
bebauen und bewahren, 
dass sie den Hunger ihrer Menschen stillt. 
Staunen kurbelt die Gedanken an: 
Ich habe all' das Gute genau so wenig 
verdient, wie jede(r) andere. 
Aber jede(r) andere braucht es genau so dringend. 
Gleichheit und Gerechtigkeit 
sollten selbstverständlich sein. 
Wie gut, dass es Erntefeste gibt -
und Spaß machen sie auch noch. 

 
Guter Gott,
lass uns über den Tellerrand hinaus blicken: 
Wir sind ein Teil dieser Welt - hilf uns dazu beizutragen, 
dass sie so gut wird, wie du sie geschaffen hast. 
 
Gott segne uns, und er behüte uns.