Zum Sonntag

Zum 25.1.'26

Was "immer schon so" war, muss nicht gut sein.
Aber immer neu ist auch nicht perfekt.
Schon bei der neuen Jahreszahl
verschreibe ich mich ja noch.
In einer Welt, die ich kenne,
kann ich mich sicher bewegen.
Wenn ich aber auf einmal nicht mehr weiß,
ob es "den Westen" überhaupt noch gibt,
oder ob es jemals wieder
einen Winter wie diesen geben wird,
tappe ich nur vorsichtig tastend durch die Zeit.
Es ist verlockend, sich ganz
auf das Vertraute zurück zu ziehen.
Gott macht es anders.
Er ist schon immer und in diesem Augenblick.
Er will seinen Menschen ein Zuhause sein,
von dem aus sie weit gehen können.

Guter Gott,
gib uns Halt und Orientierung in dieser Zeit.
Wenn auf nichts mehr Verlass zu sein scheint,
dann sei einfach da.

 

Gott segne uns, und er behüte uns.